Eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft ist keine Ehe.

Derzeit wird wieder sehr intensiv über die s.g. „Homo-Ehe“ gestritten. Die Ehe soll für gleichgeschlechtliche Partnerschaften geöffnet werden. Gleiches soll man gleich behandeln, aber Ungleiches nicht zwanghaft gleich machen. Ehe und Partnerschaft sind zwei verschiedene Dinge, die so genannte Öffnung der Ehe hätte nichts mit Gleichberechtigung zu tun.

Die Ehe ist mehr als der bürokratische Akt, der Namens- und Standesrecht, Güterrecht und Erbrecht regelt. Die Ehe ist, oder sollte zumindest, eine Idealform des Zusammenlebens sein. Die Keimzelle der Gesellschaft. Mann und Frau, mit der Absicht dauerhaft vereint füreinander und für die gemeinsamen Kinder da zu sein.
Und genau deshalb verdient sie eine besondere Förderung. Nicht weil zwei Menschen einen Vertrag unterschreiben, sondern weil eine funktionierende Ehe die beste Form des Zusammenlebens ist, die beste Basis für die Erziehung der Kinder. Die staatliche Ehe ist nichts weiter als ein Förderprogramm. Hier wird das vorgenannte Idealbild gefördert. Das Ziel der Förderung sind nicht die zwei Ehepartner, sondern die Kinder. Die hohen Hürden für eine Ehescheidung im staatlichen Recht sind doch nicht deshalb geschaffen um zwei Menschen auf ewig aneinader zu ketten, sondern insbesondere auch zum Schutz der Kinder gedacht. Denn idealerweise wachsen Kinder bei Vater und Mutter auf. Beide Bezugspersonen sind für eine gute Entwicklung wichtig. (Deshalb bin ich auch gegen das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare. Adoption dient nicht dem Wohl der Adoptiveltern, sondern dem Wohl der Kinder. Und hier sollte man nicht nach dem Möglichen, sondern stets nach dem Bestmöglichen suchen.)

Es spricht nichts dagegen, dass dort, wo zwei Menschen zusammenleben rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden die darauf eingehen: Wenn zwei Menschen ein Zusammenleben beschließen und jeder Partner darauf vertraut, dann ist es gut wenn es eine Absicherung gibt falls dieses Vertrauen missbraucht wird. Wenn Vermögen gemeinsam erworben wird, dann ist es auch richtig, dass das Erbrecht darauf Rücksicht nimmt.

Partnerschaften haben ihre Berechtigung, sie sind aber keine Ehe. Deshalb können sie auch nicht gleich behandelt werden.